Die Aufholjagd von John McCain hat zunächst dazu geführt, dass sich die Zahl der wirklich umkämpften Swing States verkleinert hat. Noch führt Barack Obama bei den Wahlmännern, doch in viele Bundesstaaten ist einiges in Bewegung geraten. Und: ein nettes Prognose-Spielzeug von RealClearPolitics.
Sieben Jahre nach den Terroranschlägen von 9/11 soll der Wahlkampf heute weitgehend ruhen, John McCain und Barack Obama treten gemeinsam auf Ground Zero in New York auf. Gestern beschäftigte sich die Politik weitgehend mit Lippenstiften, die Medien mit den Swing States, in denen ebenfalls sehr knappe Rennen bevorstehen. Und: Warum Sarah Palins Glauben so sehr polarisiert.
Nennt Barack Obama heute seinen Vize-Kandidaten? Vielleicht, vielleicht auch erst morgen. Der Demokrat verschärft im Vorfeld des Parteitages den Ton und wirft John McCain vor, nicht einmal zu wissen, wieviele Häuser er besitzt. Die Republikanern kontern und holen wieder den Rezko-Immobilienskandal hervor. Obama Business as usual - aber Montag beginnt die Parteitagssaison.
Das Rules and Bylaws Committee der Demokratischen Partei hat nach einer dramatischen Sitzung entschieden: Die Delegierten Floridas und Michigans werden doch zum Parteitag zugelassen, sie erhalten jedoch jeweils nur eine halbe Stimme. Das ist ein weiterer Rückschlag für Hillary Clinton, die Reaktionen aus ihrem Lager fallen bitter bis empört aus und dürften das Verhältnis zu Barack Obama weiter belasten.
Die Delegierten der Demokraten aus Michigan und Florida werden wohl doch noch zum Parteitag zugelassen, aber nur zur Hälfte. Damit wäre auch die allerletzte Hoffnung von Hillary Clinton zerschlagen. Clinton wendet sich zwar noch einmal direkt an die Superdelegierten, aber selbst ihre treuesten Fans geben das Rennen verloren. Barack Obama versucht derweil, den Unterschied zwischen Vorbedingungen und Vorbereitungen zu erklären - dennoch wird seine außenpolitische Haltung von John McCain gegeißelt.
Die einzige noch offene wichtige Frage im Vorwahlzirkus der Demokraten ist die Entscheidung, ob und wie die Delegierten für Florida und Michigan gewertet werden. Für die Entscheidung des Parteikommittees am 31. Mai gibt es inzwischen fünf Szenarien - und eine klare Prognose.
Fünf Jahre nach Beginn des Irak-Kriegs dominiert das Thema den Wahlkampf - und Hillary Clinton kritisiert sowohl John McCain wie Barack Obama für ihre Haltung. Florida entscheidet sich gegen eine Wiederholung der Vorwahl. Barack Obama will sich in einer Grundsatzrede zur Rolle seiner Hautfarbe im Wahlkampf äußern - und zu seinem geistlichen Mentor Pastor Wright. Dagegen spielt die eskalierende Finanzkrise im Wahlkampf kaum eine Rolle. Linke Gruppen bilden eine breite Koalition und wollen 350 Millionen Dollar im Wahlkampf einsetzen. MoveOn.org schreibt einen Wettbewerb für das beste Obama-Video aus. Und: Elton John singt für Hillary Clinton.
Insgesamt 366 Delegiertenstimmen hatte die demokratische Parteiführung Florida und Michigan gestrichen, weil sie bei der Terminerung gegen Parteiregeln verstoßen hatten. Da es beim Rennen zwischen Barack Obama und Hillary Clinton jetzt auf jeden einzelnen Delegierten ankommt werden diese beiden Abstimmungen wohl wiederholt werden.
Der Kampf um die demokratischen Stimmen von Florida und Michigan ist voll entbrannt, alles läuft auf eine Wiederholung der Wahlen dort hinaus. Barack Obamas Spendeneinnahmen liegen auch im Februar mit 55 Millionen Dollar weit vor denen von Hillary Clinton. John McCain sorgt sich, ganz aus den Schlagzeilen zu verschwinden. Der Caucus von Texas ist immer noch nicht ganz ausgezählt - und damit die Frage, wer in Texas die meisten Delgierten gewonnen hat, weiter offen. Morgen wird in Wyoming gewählt.
Bei den Republikaner liegen die Ergebnisse von Iowa, Wyoming, New Hampshire und Michigan vor. Addiert ergibt sich folgende
Delegierten-Rangfolge: - Mitt Romney 42
- Mike Huckabee 21
- John McCain 19
- Fred Thompson 6
- Ron Paul 2
- Rudy Giuliani 1
- Duncan Hunter 1
Bei den Demokraten wurden in Michigan keine Delegierten vergeben. Der Stand ist unverändert: - Barack Obama 25 Delegierte
- Hillary Clinton 24
- John Edwards 18
Allerdings kennen die Demokraten noch die wenig basisdemokratische Instanz der Super-Delegierten, die bereits zum Teil feststehen. Zählt man sie hinzu, wie es CNN in seiner Übersicht macht, sieht das Rennen so aus: - Hillary Clinton 183
- Barack Obama 78
- John Edwards 52
- Bill Richardson 19
- Dennis Kucinich 1
Nach drei Vorwahlen haben die Republikaner jetzt drei Gewinner: Mike Huckabee (Iowa), John McCain (New Hampshire) und Mitt Romney (Michigan). Hinzu kommt Rudy Giuliani, der von der Unentschiedenheit der Wähler profitieren und vielleicht doch noch in Florida gewinnen könnte. Wie das Rennen der GOP nun ausgeht ist unklarer denn je. Aber zwei Dinge hat Michigan gezeigt: McCain ist und bleibt in seiner eigenen Partei ein Außenseiter. Und: Die wirtschaftlichen Sorgen prägen das Wahlverhalten.
Republikaner:Mitt Romney 39 Prozent (12 Delegierte) John McCain 30 (9 Delegierte) Mike Huckabee 16 Ron Paul 6 Fred Thompson 4 Rudy Giuliani 3
Demokraten:* Hillary Clinton 57 Prozent Uncomitted 38 Dennis Kucinich 4 Chris Dodd 1
* Bei den Demokraten hatte die Parteiführung verfügt, dass in Michigan keine Delegierten für den Parteitag vergeben werden, weil die Partei vor Ort den Wahltermin vorverlegt hatte. Daraufhin hatten Obama und Edwards ihre Namen vom Wahlzettel zurückgezogen und ihre Anhänger aufgerufen, für Noncommited zu stimmen. Diese Stimmen können in Delegierte umgerechnet werden. Wem diese Stimmen zugute kommen, entscheidet eine weitere Parteiversammlung in Michigan.
Mehr Details hat die Washington Post.
Dies ist ein Service für alle, die für die ersten Ergebnisse aus Michigan aufgeblieben sind: Nach Auszählung von sechs Prozent der Wahlkreise führt Mitt Romney (37 Prozent) vor John McCain (31 Prozent). Erteilen die Wähler schon wieder einem gerade erst abgehobenen Shooting-Star eine Abreibung? Die Zahlen laufen kontinuierlich bei CNN ein. Hier mehr dazu, sobald die Zahlen belastbar sind. Es lohnt sich, denn auch bei den Demokraten zeichnet sich eine Überraschung ab.
Die Republikaner befinden sich in einer fast schon bemitleidenswerten Lage. Die meisten Amerikaner lehnen nicht nur Präsident George W. Bushs Politik ab, sie trauen auch den Demokraten in fast allen Sachfragen eher zu, das Land wieder auf Kurs zu bringen. Viele Experten sehen das Ende des republikanischen Zeitalters nahe. Und auch die Kandidaten der GOP geben ein eher trauriges Bild ab. Mit einer Ausnahme, wie die Wahl in Michigan heute beweisen könnte.
Heute findet in Michigan die Primary der Republikaner statt - die womöglich von den Unabhängigen entschieden wird. Vor allem John McCain und Mitt Romney streiten sich um die 60 Delegierten, die hier vergeben werden. Die Republikaner nutzten die Detroit Motor-Show, um ihre Rezepte für einen Neustart der Autoindustrie vorzustellen, mit durchaus unterschiedlichen Akzenten. Barack Obama und Hillary Clinton legen ihren Streit über die Bedeutung von Martin Luther King bei - vorerst.
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Kommentare
Fr, 17.08.2012 16:37
Ich hätte einen Kommentar zur Übersetzung von "...and a king who took us to the mountainto p and pointed the way to [...]
So, 10.06.2012 15:01
Was ist denn so schlimm daran, dass ein Hauptschüler die Red e übersetzen könnte? Das heißt doch noch lange nicht, [...]
Mi, 14.03.2012 18:47
könnte mir bitte jemand den un terschied zwischen delegierten und den wahlmännern erklähren BITTE
Sa, 21.01.2012 18:11
Die Zeile "a president who cho se the moon as our new frontie r," Heißt nicht "des Präsiden ten, der den Mond als un [...]
Fr, 24.06.2011 01:31
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