In aller Kürze: Barack Obama ist der charismatische junge Senator aus Chicago, der die demokratische Nominierung gewonnen hat und auf dem Weg ist, als erster Schwarzer ins Weiße Haus einzuziehen. Der Lebenslauf von Barack Obama, dessen Eltern aus Kansas und Kenia stammen, der im Haus seiner weißen Großeltern auf Hawaii und im Haushalt seines muslimischen Stiefvaters in Jakarta aufwuchs, der als Unternehmensberater und Sozialarbeiter diente, der in Harvard und in Chicagos Politik brillierte, bietet Lesestoff in Fülle. Für die Langfassung der (aktualisierten) Biographie von Obama mit vielen Originaltexten sollten Sie daher Zeit mitbringen. Es lohnt sich.
John McCain ragt unter Amerikas Politikern weit heraus – reich an Erfahrung, stark im Charakter und bislang relativ liberal in den Ansichten. Das hatte ihn in der republikanischen Partei zum Außenseiter gemacht – und brachte dem einstigen Maverick die Präsidentschaftskandidatur ein. Wir wissen, dass er Kriegsgefangener war und seit Jahrzehnten im Senat sitzt. Doch was hat den 71-Jährigen geprägt? Wofür steht er?
Nennt Barack Obama heute seinen Vize-Kandidaten? Vielleicht, vielleicht auch erst morgen. Der Demokrat verschärft im Vorfeld des Parteitages den Ton und wirft John McCain vor, nicht einmal zu wissen, wieviele Häuser er besitzt. Die Republikanern kontern und holen wieder den Rezko-Immobilienskandal hervor. Obama Business as usual - aber Montag beginnt die Parteitagssaison.
Die allerletzten Vorwahlen haben das Rennen der Demokraten entschieden: Mit einem Sieg in Montana sowie einer großen Welle von Entscheidungen von Superdelegierten hat Barack Obama die Mehrheit der Mandate für den Parteitag gewonnen und wird Präsidentschaftskandidat der Demokraten. "Tonight, we mark the end of one historic journey with the beginning of another — a journey that will bring a new and better day to America. Because of you, tonight, I can stand before you and say that I will be the Democratic nominee for president of the United States,” sagte Obama am Dienstag Abend. Hillary Clinton hat verloren, auch wenn sie noch einen Moment braucht, sich das einzugestehen: "In the coming days, I'll be consulting with supporters and party leaders to determine how to move forward with the best interests of our party and our country guiding my way," sagte sie.
Mit dem haushohen Sieg in North Carolina und der nur hauchdünnen Niederlage in Indiana hat Barack Obama Zweifler wiederlegt und den Vorsprung bei den Delegierten ausgebaut. Hillary Clinton hat jetzt keine Chance mehr, das Rennen der Demokraten noch zu drehen und die Superdelegierten zu überzeugen. Damit ist entschieden: Obama tritt am 4. November gegen John McCain an. Zu Recht: Sein Wahlkampf beweist, dass er verdient, als erster Schwarzer ins Weiße Haus einzuziehen. Ein Kommentar.
Hillary Clinton 38 %/5 Delegierte Barack Obama 61 %/7 Delegierte
Die politische Biographie von Barack Obama ist kurz, aber nicht kurz genug, um nicht doch Stoff für Skandalgeschichten zu bieten. Zum Beispiel Obamas Beziehungen zu Antoin Rezko, der ausgerechnet am 3. März wegen Korruptionsvorwürfe vor Gericht kommt. Und der nicht nur für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Spenden gesammelt hat, sondern der Familie Obama ein Grundstück verkauft hat. Was ist wirklich dran an der Geschichte von "Obamas Slumlord"?
In der kommenden Nacht debattieren Hillary Clinton und Barack Obama vielleicht zum letzten Mal - und die Ex-First Lady hat angekündigt, alles zu geben, um Obama doch noch zu stoppen. Die Debatte wird ab 0.45 Uhr von Phoenix übertragen - aber die Sendezeit ist nicht mit meinem Bio- und Arbeitsrhythmus verträglich. Daher biete ich diesen Beitrag als Plattform für ein Live-Blog aller Nutzer an: Nutzen Sie die Kommentarfunktion unter dem Beitrag und kommentieren Sie live, was sich auf dem Bildschirm abspielt. Vielleicht entwickelt sich dabei sogar eine parallele Debatte. Viel Spaß! (Mehr zu den Regeln weiter unten)
Hillary Clinton ist immer für eine Überraschung gut. Statt Barack Obama bei der Fernsehdebatte in Texas hart zu attackieren, gibt sie sich plötzlich versöhnlich. Denkt die frühere First Lady bereits über ihre politische Rolle unter einem Präsidenten Obama nach?
Zwei gewagte Prognosen zum Ausgang der Wahl in Amerika habe ich bereits abgegeben. Der erste Schuss ging voll daneben, bei der zweiten Prognose habe ich mich schon etwas korregiert - aber jetzt bin ich mir (relativ) sicher: Barack Obama wird sich bei den Demokraten durchsetzen, Hillary Clinton gibt noch vor dem Parteitag auf. Bei der Präsidentschaftswahl am 4.11. tritt er gegen den Republikaner John McCain an und wird ziemlich deutlich gewinnen. Aber lassen Sie uns streiten - wer wird Ihrer Meinung nach der nächste Präsident der USA?
UPDATE: Die Vorwahl natürlich Obama. Mehr dazu in diesem Beitrag, alle aktuellen Ergebnisse finden sich hier.
URSPRÜNGLICHER BEITRAG: Die Umrechnung der Stimmen in Delegierte dauert ewig, aber bei RealClearPolitics gibt es jetzt eine anständige Übersicht (der ich mehr traue als der von CNN). Und siehe da: bei den Demokraten liegt Barack Obama derzeit mit 805 Delegierten knapp vor Hillary Clinton mit 801. Bei CNN liegt er zwar mit exakt einer Stimme im Rückstand - aber diese Zahlen sind nicht nachvollziehbar. Dann kommen die Superdelegierten ins Spiel - und nun führt Clinton auch bei RealClearPolitics deutlich mit 1012 zu 933 Stimmen.
Alle Ergebnisse finden sich in meiner aktualisierten Übersicht. Dort lässt sich nachvollziehen, wie wunderbar polarisierend das republikanische Wahlrecht und wie egalisierend die demokratischen Regeln wirken. Mit absurden Ergebnisse bei den Demokraten: So hat Obama in Alabama mit 56 Prozent der Stimmen gewonnen und bekommt 20 Delegierte. Clinton, die nur 42 Prozent der Stimmen hat, bekommt 21 Delegierte. Das ist wohl die ausgleichende Gerechtigkeit für Nevada.
Der Super Tuesday war das erwartete Großereignis. Für viele Beobachter waren die Abstimmungen in den Einzelstatten almost a general election. Die Resultate (oder Nicht-Resultate, vgl. Comedy Central) sollen hier nicht diskutiert werden, das tun die zahlreichen KommentatorInnen in den alten und neuen Medien, im Mainstream und abseits davon - help yourself (eine Empfehlung: der Augenzeugenbericht von Christoph Koch aus dem Auge des Nachrichtenorkans).
Niemand hat behauptet, Amerikas Wahlrecht sei einfach. Mit der Entscheidungsschlacht in 24 Bundesstaaten am Dienstag tauchen immer mehr Fragen auf, von denen ich wenigstens ein paar beantworten möchte. Wer wählt wo wie - und was kommt dabei heraus?
Noch einen Tag bis zum Super Tuesday, jetzt wird es ernst. Bei einem wahren Trommelfeuer an neuen Umfragen kann sich jeder rauspicken, was in seinen persönlichen Trend passt. Zum Beispiel, dass Barack Obama in Kalifornien plötzlich knapp vor Hillary Clinton liegt. Das mag glauben wer will, zu den Demokraten äußere ich mich erst wieder am Mittwoch früh. Aber schon jetzt blicken die Demokraten über den Super Tuesday hinaus. Bei den Republikanern dagegen kann man bereits getrost auf einen Sieg von John McCain tippen. Und: Warum Obama wie Kalifornien ist.
Der Super Bowl stellt zwar alles in den Schatten, doch die Kandidaten gönnen sich am letzten Wochenende vor dem Super Tuesday nur eine kurze Auszeit. Hillary Clinton stellt eine neue Standard-Rede vor. Barack Obama gibt sich als populistischer Wirtschaftspolitiker mit Herz für die Armen. In den nationalen Umfragen liegen Clinton und Obama Kopf an Kopf, doch bei dem Republikanern hat John McCain einen deutlichen Vorsprung heraus gearbeitet (was auch Michael Bloomberg weh tut). Und: Was der American Football mit der Präsidentschaftswahl in Amerika gemein hat.
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Kommentare
Mo, 06.09.2010 22:18
I'm proud of him, he is the be st..I stand fully behind him
Fr, 28.05.2010 18:39
Historischer Umbau? Du hast sc hon mitbekommen, dass von den ursprünglichen Plänen nicht vi el übrig geblieben ist u [...]
So, 14.02.2010 12:48
Herzlichen Dank für die Überse tzung. Auch wenn ich gewusst h ätte, dass es später eine Über setzung geben würde, ich [...]
Mi, 20.01.2010 00:29
Eine Einordnung, die Ihrer ähn elt, hat der großartige Robert Misik in seinem Videocast für den Standard abgegeben. [...]
Di, 05.01.2010 18:06
super gemacht.I like it.sehr d eutlich und gut zusammengefass t.