Der haushohe Sieg von Barack Obama in Virginia (64 %), Maryland (60) und Washington DC (75) ist mehr als ein Etappensieg. Und nicht nur, weil er nun zum ersten Mal
nach allen Zählweisen der klarer Frontrunner der Demokraten ist. Viel schwerer wiegt, dass der einstige Herausforderer zunehmend in die Wählerhochburgen von Hillary Clinton einbricht: Zunehmend stimmen ältere und ärmere Wähler, Frauen, Gewerkschaftsmitglieder, weiße Landbewohner und zum Teil sogar die spanischsprachigen Einwanderer für Obama. Clintons letzter Verteidigungswall wankt.
Die Exitpolls zeigen eine deutliche Erosion der Wählerbasis von Hillary Clinton an: 60 Prozent der Wähler in Maryland und Virgina haben den Afroamerikaner gewählt. Bei den Männern insgesamt waren es zwei Drittel. Dass inzwischen 90 Prozent der Schwarzen für Obama stimmen, ist kaum noch der Rede wert. Aber auch bei den Weißen hat er jetzt mit Clinton gleichgezogen.
"Obama won among men, among women and among union voters. He won big among the affluent, educated voters in the District's suburbs, but he also won convincingly among rural voters and small-town Democrats", bilanziert die
Washington Post.
Eine entscheidende Rolle kommt jetzt den spanischsprechenden Einwanderern, den so genannten Hispanics, zu. Sie hatten bislang aus alter Verbundenheit zu Bill treu zu den Clintons gestanden. Sie sollen Hillary Clintons Kampagne mit einem überzeugenden Sieg bei der Wahl im bevölkerungsreichen Texas am 4. März retten. Doch selbst hier kommt Obama voran: In Maryland und Virginia ist ihr Bevölkerungsanteil zwar gering, aber hier wählten sie zum ersten Mal eine knappe Mehrheit der Hispanics Obama.
Damit entsteht über das allgemeine Momentum hinaus ein Trend, der für Clinton nur noch sehr schwer zu brechen ist. Seit dem Super Tuesday konnte Obama einen Sieg nach dem anderen verkünden. Er hat inzwischen weit mehr Bundesstaaten und Wählerstimmen und die meisten Delegierten gewonnen. Hillary Clinton fährt dagegen eine bittere Niederlage ein, hat Probleme mit den Finanzen und verliert neben Mitarbeitern auch prominente Unterstützer.
Ihre letzte Hoffnung liegt nun auf Ohio und Texas - und auf den Superdelegierten. In den beiden großen Bundesstaaten führt sie laut Umfragen zwar derzeit, aber das ist nun nicht mehr in Stein gemeißelt. Und auf die Superdelegierten kann sie sich erst recht nicht verlassen: früher oder später werden diese Vertreter des Parteiadels eine Zwischenbilanz ziehen - und auf die Seite des Siegers überwechseln. Im Moment sieht es ganz so aus, als ob dieser Barack Obama heißen könnte.
Kommentare
Fr, 17.08.2012 16:37
Ich hätte einen Kommentar zur Übersetzung von "...and a king who took us to the mountainto p and pointed the way to [...]
So, 10.06.2012 15:01
Was ist denn so schlimm daran, dass ein Hauptschüler die Red e übersetzen könnte? Das heißt doch noch lange nicht, [...]
Mi, 14.03.2012 18:47
könnte mir bitte jemand den un terschied zwischen delegierten und den wahlmännern erklähren BITTE
Sa, 21.01.2012 18:11
Die Zeile "a president who cho se the moon as our new frontie r," Heißt nicht "des Präsiden ten, der den Mond als un [...]
Fr, 24.06.2011 01:31
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