Die Republikaner treten heute in Florida, dem ersten wirklich bevölkerungsstarken Staat an. Dabei geht es John McCain und Mitt Romney darum, ihre Führungsposition vor dem Super Tuesday zu beweisen. Mike Huckabee will weiter im Rennen bleiben, Rudy Giuliani muss um seine Relevanz kämpfen.
Nach den letzten Umfragen wetteifern John McCain und Mitt Romney um die Führungsposition. In einem Poll der angesehenen lokalen Quinnipiac Universitity kommt McCain auf 32 Prozent, Romney auf 31. Bei der Suffolk University ist McCains Vorsprung ein wenig größer - aber das gehört in den Bereich der statistischen Fehlerquote. Und auch der Durchschnitt aller letzten Umfragen von RealClearPolitics liefert das gleiche Bild in Florida (und zunehmend auch auf nationaler Ebene).
Die beiden Favoriten hatten sich zuletzt eine bittere Auseinandersetzung geliefert: Romney wirft seinem Gegner vor, kein echter Republikaner zu sein. McCain kontert mit dem Vorwurf, Romney habe seine Haltung in vielen Fragen opportunistisch gewechselt: “People, just look at his record as governor. He has been entirely consistent. He has consistently taken two sides of every major issue, sometimes more than two.”
Mike Huckabee kommt in den Polls auf Werte um die 13 Prozent - genug, um wenigstens weiter mitspielen zu dürfen. Abgeschlagen ist Ron Paul mit weniger als fünf Prozent.
Am spannendsten wird es für Rudy Giuliani, der die bisherigen Vorwahlen ausgelassen und sich voll und ganz auf Florida konzentriert hat. Während die anderen Kandidaten durch New Hampshire, Iowa und South Carolina tingelten hat der New Yorker Ex-Bürgermeister hier immer wieder die Wähler bearbeitet, allerdings meistens außerhalb der Wahrnehmung der großen Medien. Bei seinen letzten Wahlveranstaltungen, zu denen Giuliani immerhin mit einer Boeing 727 anreiste, kamen laut New York Times nie mehr als 100 Zuhörer.
Und in den Umfragen landet Giuliani nur bei Werten um die 14 Prozent - und wird demnach mit Huckabee um den dritten Platz kämpfen müssen. Für den Amerika-weit bekannten Vorkämpfer gegen New Yorks Kriminalität und die Folgen des Terrors vom 11. September wäre das ein demütigendes Ergebnis. "Mayor Giuliani rolled the dice for his entire campaign on Florida, and barring a comeback of monumental proportions, it looks like he is coming up snake eyes," urteilt Quinnipiac-Direktor Peter Brown.
Bei den Demokraten spielt das Ergebnis eigentlich keine Rolle. Nachdem Florida seinen Wahltermin eigenmächtig nach vorne verlegt hatte nahm die Parteiführung dem Bundesstaat alle Delegiertenstimmen ab. Entgegen den Absprachen hat alleine Hillary Clinton hier Wahlkampf betrieben - und führt in den Umfragen mit rund 20 Prozentpunkten Vorsprung vor Barack Obama. Clinton drängt nun die Parteispitze, ihre Strafaktion rückgäng zu machen - und will in dem Sonnenscheinstaat wenigstens einen Propaganda-Sieg landen.
Bereits mehr als eine Million Wähler haben ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, die Behörden rechnen mit einer Rekordbeteiligung. Hoffen wir mal, dass alle Wahlautomaten funktionieren.
Kommentare
Fr, 17.08.2012 16:37
Ich hätte einen Kommentar zur Übersetzung von "...and a king who took us to the mountainto p and pointed the way to [...]
So, 10.06.2012 15:01
Was ist denn so schlimm daran, dass ein Hauptschüler die Red e übersetzen könnte? Das heißt doch noch lange nicht, [...]
Mi, 14.03.2012 18:47
könnte mir bitte jemand den un terschied zwischen delegierten und den wahlmännern erklähren BITTE
Sa, 21.01.2012 18:11
Die Zeile "a president who cho se the moon as our new frontie r," Heißt nicht "des Präsiden ten, der den Mond als un [...]
Fr, 24.06.2011 01:31
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