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Blobb. Postmoderner Wahnsinn.
Caucus oder Primary: In der Regel gibt es zwei Formen von Vorwahlen. Die eine ist die Primary, die einem normalen Urnengang mit Stimmzettel und Kreuzchenmachen entspricht. Der Caucus ist eine lokale Parteiversammlung, die in Feuerwehrgerätehäusern, Turnhallen, Kirchen oder Wohnzimmern stattfindet.
Offen oder geschlossen: Generell wird unterschieden zwischen offenen und geschlossenen Vorwahlen. Sowohl der Iowa Caucus als auch die Primary in New Hampshire sind offene Vorwahlsysteme. Das heißt: Generell können sich alle registrierten Wähler, also Demokraten, Unabhängige (so genannte Independents) und Republikaner, frei entscheiden, in welcher Partei sie an der Abstimmung teilnehmen wollen. Möchte allerdings ein als Republikanisch registrierter Wähler in Iowa an der Demokratischen Vorwahl teilnehmen (oder umgekehrt), so muss er seine Registrierung vor Ort am Wahlabend ändern lassen. Experten sprechen somit von einem semi-open caucus. Bei geschlossenen Vorwahlen wie etwa in Florida sind nur diejenigen Wähler stimmberechtigt, die sich im Vorhinein als Demokraten oder Republikaner registrieren lassen haben. Independents dürfen nicht teilnehmen.
Winner-takes-all oder prozentuale Verteilung: Die Republikaner wählen nach dem Prinzip winner-takes-all. Derjenige Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann, gewinnt alle Delegierten des Bundesstaates. Einzige Ausnahme ist hier South Carolina. Bei den Demokraten sieht es etwas anders aus. Hier werden die Delegierten anteilig verteilt. Alle Kandidaten, die mehr als 15 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, bekommen einen bestimmten Prozentsatz an Delegierten für den Nominierungsparteitag zugewiesen.
Sonderfall Iowa: Iowa bewahrt seinen First-in-the-Nation-Status beharrlich. Der ländliche Staat hat 2,9 Mio. Einwohner. Größte Stadt ist Des Moines mit 194.000 Einwohnern und hat damit in etwa die Größe Braunschweigs. Von den ca. zwei Millionen registrierten Wählern nehmen im Schnitt lediglich zehn Prozent an den Caucuses teil. Die Kandidaten streiten sich also in beiden Lagern um ein kleines Universum von ca. 100.000 bis 150.000 potentiellen Wählern. Ein gewichtiger Grund für diese geringe Vorwahlbeteiligung: Die Caucus-Gänger müssen zwei bis drei Stunden (im tiefsten Winter) physisch an der Veranstaltung teilnehmen. Ab 19 Uhr werden die Türen abgeschlossen. Zunächst halten Sympathisanten Unterstützungsreden für ihre Kandidaten, dann kommt es zur Abstimmung bzw. zur Trennung der Wähler in kleine Gruppen. Wichtig (!): Bei den Demokraten gibt es zwei Abstimmungsrunden. Bekommt ein Kandidat in der ersten Runde nicht die nötigen 15 Prozent dann darf er seine Sympathisanten frei geben. Sie dürfen sich einem neuen Kandidaten zuordnen.
Kommentare
Mo, 06.09.2010 22:18
I'm proud of him, he is the be st..I stand fully behind him
Fr, 28.05.2010 18:39
Historischer Umbau? Du hast sc hon mitbekommen, dass von den ursprünglichen Plänen nicht vi el übrig geblieben ist u [...]
So, 14.02.2010 12:48
Herzlichen Dank für die Überse tzung. Auch wenn ich gewusst h ätte, dass es später eine Über setzung geben würde, ich [...]
Mi, 20.01.2010 00:29
Eine Einordnung, die Ihrer ähn elt, hat der großartige Robert Misik in seinem Videocast für den Standard abgegeben. [...]
Di, 05.01.2010 18:06
super gemacht.I like it.sehr d eutlich und gut zusammengefass t.