Rudy Giuliani gewinnt einen prominenten TV-Pfarrer für sich, aber die religlöse Rechte bleibt zerstritten. Hillary Clinton wird sich wohl mit einem zugkräftigen Wirtschaftsberater schmücken können. Gleichzeitig wird das Rennen der beiden Frontrunner immer enger (behauptet die letzte Umfrage). Und: Wen "the French Rudy" wählen würde.
Zwei weitere wichtige Führer der religiösen Konservativen haben gestern ihre Wahlempfehlung abgegeben, allerdings für zwei verschiedene Kandidaten: Pat Robertson, der Senior der evangelikalen TV-Prediger, stellt sich hinter den liberalen New Yorker Bürgermeister
Rudy Giuliani. Während Abtreibung "nur ein Thema" sei gehe es jetzt vor allem darum, Amerika gegen die "
bloodlust of Islamic terrorists" zu verteidigen. "
I thought it was important for me to make it clear that Rudy Giuliani is more than acceptable to people of faith. Given the fractured nature of the process, I thought it was time to solidify around one candidate," sagte Robertson in einem
Interview mit Chris Cillizza.
Genau das ist aber nicht der Fall. So stellte sich jetzt Sam Brownback, der selbst erst kürzlich aus dem Rennen ausgeschieden ist, hinter John McCain. Zuvor hatten sich andere religiöse Führer zudem hinter Mitt Romney, Fred Thompson oder Mike Huckabee gestellt. Ein Zeichen, dass es die Empfehlung der religösen Rechten nicht geben, schreibt die Washington Post.
Dagegen scheint Nicolas Sarkozy seine Wahl schon getroffen zu haben. Ausgerechnet während eines Besuchs bei George W. Bush fand der französische Präsident Zeit, eine Viertelstunde lange mit Hillary Clinton zu telefonieren, so The Trail. Er habe ihr gesagt, wie beeindruckt er von ihrer Kampagne sei, hieß es aus Clintons Umfeld. Dafür, dass der konservative, aber strategisch denkende Franzose auch mit Rudy Giuliani den Kontakt gesucht hat, gab es keine Anzeichen. Dabei hatte dieser mehrfach auf das Vorbild Sarkozy verwiesen.
Auch wenn die Wirtschaft bislang im Wahlkampf kaum eine Rolle spielt so kann Hillary Clinton doch demnächst offenbar auf die Unterstützung eines prominenten Wirtschaftspolitikers rechnen: Robert Rubin, Finanzminister unter Bill Clinton, und der wohl angesehenste Ökonom im demokratischen Lager, werde sich demnächst hinter sie stellen, weiß The Caucus: "Mr. Rubin’s bona fides as a deficit hawk and a proponent of balanced budgets (which Mrs. Clinton also supports) could help her with moderates, business leaders and those worried that she would govern as an economic liberal." Allerdings ist Rubin auch in Finanzkreisen sehr angesehen: die weltgrößte Bank Citigroup ernannte ihn gerade erst zu ihrem Chef, nachdem der letzte Boss im Zuge der Finanzkrise zurückgetreten war. Dieses neue Amt werde Rubin aber nicht daran hindern, Clinton in der Kampagne zu beraten, heißt es.
Auch Barack Obama hat sich mit Austan Goolsbee einen liberalen, allerdings ziemlich unbekannten Wirtschaftsberater gesucht, berichtet die New York Times. Die Wahl von John Edwards dagegen, Leo Hindery, ist populistisch ausgefallen. Die Republikaner wiederum setzen auf bekannte und bewährte Ökonomen, die bereits George Bush (junior oder senior) gedient haben: Glenn Hubbard berät Mitt Romney, Douglas Holtz-Eakin arbeitet mit John McCain, Michael J. Boskin für Rudy Giuliani und Lawrence Lindsey für Fred Thompson.
Nach der neuen Umfrage von NBC/Wall Street Journal werden Clinton und Giuliani die Nominierung ihrer Parteien gewinnen und sich dann ein sehr enges Rennen liefern: nach jetzigem Stand würden auf nationaler Ebene 46 Prozent für Clinton stimmen (nach 49 vor zwei Monaten) und 45 Prozent für Giuliani (nach 42 bei der letzten Umfrage).
Kommentare
Fr, 17.08.2012 16:37
Ich hätte einen Kommentar zur Übersetzung von "...and a king who took us to the mountainto p and pointed the way to [...]
So, 10.06.2012 15:01
Was ist denn so schlimm daran, dass ein Hauptschüler die Red e übersetzen könnte? Das heißt doch noch lange nicht, [...]
Mi, 14.03.2012 18:47
könnte mir bitte jemand den un terschied zwischen delegierten und den wahlmännern erklähren BITTE
Sa, 21.01.2012 18:11
Die Zeile "a president who cho se the moon as our new frontie r," Heißt nicht "des Präsiden ten, der den Mond als un [...]
Fr, 24.06.2011 01:31
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