blablabla zu Obamas Rede zu den Muslimen Mo, 06.09.2010 22:18 I'm proud of him, he is the be
st..I stand fully behind him
Lars zu Obama feiert historischen Durchbruch Fr, 28.05.2010 18:39 Historischer Umbau? Du hast sc
hon mitbekommen, dass von den
ursprünglichen Plänen nicht vi
el übrig geblieben ist u [...]
Dagmar Wolf zu Obamas erste Rede zur Lage der Nation So, 14.02.2010 12:48 Herzlichen Dank für die Überse
tzung. Auch wenn ich gewusst h
ätte, dass es später eine Über
setzung geben würde, ich [...]
Christian Jung zu Was Sie über Obamas 1. Jahr lesen sollten Mi, 20.01.2010 00:29 Eine Einordnung, die Ihrer ähn
elt, hat der großartige Robert
Misik in seinem Videocast für
den Standard abgegeben. [...]
keti asllani zu Ein reaktionärer Patriot Di, 05.01.2010 18:06 super gemacht.I like it.sehr d
eutlich und gut zusammengefass
t.
Wie bereits bei den Muslimen in der Türkei und Ägypten legt Barack Obama auch den Russen die Demokratie zu Füßen: Seht, was ein demokratisches System leisten kann, aber urteilt selbst, ob das zu Eurer Gesellschaft und Tradition passt. Obamas Rede in Moskau als Video, im Original, in deutscher und russischer Übersetzung:
Vielen herzlichen Dank. Herzlichen Glückwunsch, Oxana. Ich gratuliere der ganzen Abschlussklasse 2009. Ich weiß nicht, ob noch jemand seine zukünftige Frau oder seinen zukünftigen Mann während des Studiums treffen wird so wie ich, aber ich bin mir sicher, dass Sie alle eine wunderbare Karriere vor sich haben.
Ich möchte einigen hier Anwesenden danken. Präsident Mikhail Gorbatschow ist heute hier, und ich möchte, dass wir ihm einen großen Applaus spenden. Ich danke Sergei Gurief, dem Direktor der New Economic School (NES), Max Boiko, dem Vorstandsvorsitzenden und Arkady Dvorkovich, der Mitglied des Vorstandes der NES und Präsident der Alumni-Organisation ist und herausragende Arbeit für Präsident Medwedew leistet. Er war gestern bei unserem Treffen dabei.
Guten Morgen. Es ist mir eine Ehre, heute bei Ihnen in der New Economic School zu sein. Michelle und ich freuen uns sehr, in Moskau zu sein. Und als jemand, der in Hawaii geboren wurde, freue ich mich, dass dieser Besuch im Juli und nicht im Januar stattfindet.
Ich weiß, dass die NES eine junge Schule ist, aber ich spreche heute mit tiefem Respekt vor dem zeitlosen Erbe Russlands zu Ihnen. Russische Schriftsteller haben uns geholfen, die Komplexität der menschlichen Erfahrungen zu verstehen und immerwährende Wahrheiten zu erkennen. Russische Maler, Komponisten und Tänzer haben uns in neue Formen der Schönheit eingeweiht. Russische Wissenschaftler haben Krankheiten geheilt, mit ihren Fortschritten unseren Horizont erweitert und uns geholfen, in den Weltraum zu fliegen.
Das sind Beiträge, nicht an den Grenzen Russlands Halt machen, so weit diese Grenzen auch sein mögen. In der Tat hat das russische Erbe jeden Winkel der Welt berührt und hat dabei Einfluss auf die uns allen gemeinsame Menschlichkeit. Das gilt auch für mein Land, das seit Jahrzehnten mit russischen Einwanderern gesegnet ist, von der russischen Kultur bereichert wird und von der Zusammenarbeit mit Russland profitiert. Und da ich in Washington lebe, profitiere ich auch weiterhin von den Beiträgen, die Russen leisten – besonders von Alexander Owetschkin. Wir sind sehr froh, ihn in Washington zu haben.
Hier an der NES ist dieses große kulturelle Erbe an Sie weitergegeben worden, aber Ihre Konzentration auf die Wirtschaftswissenschaften ist nicht weniger ausschlaggebend für die Zukunft der Menschheit. Puschkin sagte: "Inspiration braucht man in der Geometrie ebenso wie in der Poesie." Und heute möchte ich vor allem jene unter Ihnen ansprechen, die bald ihren Abschluss machen werden. Sie sind bereit, Führungsrollen im akademischen Bereich und in der Industrie, im Finanzsektor und in Regierungen zu übernehmen. Bevor Sie jedoch damit beginnen, kann es nützlich sein, kurz innezuhalten und zu überlegen, was Sie in Ihrem jungen Leben bereits erlebt haben.
Wie Präsident Medwedew und ich sind Sie nicht alt genug, um die dunkelsten Stunden des Kalten Krieges erlebt zu haben, als Wasserstoffbomben in der Atmosphäre getestet wurden, Kinder zu Übungen in Strahlenschutzräume geschickt wurden und wir an der Schwelle zu einer nuklearen Katastrophe standen. Aber Sie sind die letzte Generation, die zur Welt kam, als diese noch geteilt war. Zu dieser Zeit standen sich die amerikanische und sowjetische Armee noch in Europa gegenüber, ausgebildet und bereit, zu kämpfen. Die ideologischen Gräben des vergangenen Jahrhunderts bestanden in groben Zügen. Wettbewerb in jedem Bereich, von der Astrophysik bis zur Leichtathletik, wurde als Nullsummenspiel betrachtet. Wenn einer gewann, musste ein anderer verlieren.
Und dann, innerhalb einiger kurzer Jahre, hörte die Welt, wie wir sie kannten, auf zu existieren. Täuschen Sie sich aber nicht: Dieser Wandel ging nicht von einer Nation allein aus. Der Kalte Krieg kam aufgrund der Handlungen vieler Länder über viele Jahre hinweg zu einem Ende, und weil die Menschen in Russland und Osteuropa sich erhoben und beschlossen, dass es ein friedliches Ende sein würde.
Mit dem Ende des Kalten Krieges gingen außergewöhnliche Erwartungen einher – Frieden und Wohlstand, neue Absprachen unter den Ländern und neue Chancen für jeden Einzelnen. Wie alle Zeiten großen Wandels war es eine Zeit ehrgeiziger Pläne und endloser Möglichkeiten. Aber natürlich laufen die Dinge nicht immer genauso, wie man sie plant. Im Jahr 1993, kurz nach der Eröffnung dieser Schule, fasste ein Student an der NES zusammen, wie schwierig Veränderungen sind, als er einem Reporter sagte: "Die reale Welt ist nicht so rational wie auf dem Papier." Die reale Welt ist nicht so rational wie auf dem Papier.
Nach zwei turbulenten Jahrzehnten hat sich diese Wahrheit überall auf der Welt erhärtet. Großer Wohlstand ist geschaffen worden, aber es gibt noch immer Regionen, die in erdrückender Armut leben. Armut gibt es hier, es gibt sie in den Vereinigten Staaten, und es gibt sie überall sonst auf der Welt. Mehr Menschen können wählen, aber zu wenige Regierungen schaffen es, die Rechte ihrer Bürger zu schützen. Ideologische Auseinandersetzungen sind seltener geworden, aber sie sind von Konflikten zwischen Stämmen, Ethnien und Religionen ersetzt worden. Ein Mensch mit einem Computer kann auf so viele Informationen zugreifen, wie sie die Russische Staatsbibliothek enthält, aber diese Technologie kann auch verwendet werden, um großen Schaden anzurichten.
In einem neuen Russland hat das Verschwinden der alten politischen und wirtschaftlichen Einschränkungen nach dem Ende der Sowjetunion sowohl Chancen als auch Nöte mit sich gebracht. Einige waren erfolgreich, aber noch mehr waren es nicht. Es gab schwere Zeiten. Aber die russischen Bürger zeigten Stärke und brachten Opfer, und Sie erzielten hart erkämpften Fortschritt durch eine wachsende Wirtschaft und mehr Selbstvertrauen. Und trotz der schmerzhaften Zeiten geht es vielen Menschen in Osteuropa und Russland heute viel besser als vor zwanzig Jahren.
Wir sehen diese Fortschritte hier an der NES – einer Schule, die mit westlicher Unterstützung gegründet wurde und heute unverkennbar russisch ist, einem Ort des Lernens und der Forschung, wo Ideen nicht darauf abgeklopft werden, ob sie amerikanisch oder russisch oder europäisch sind, sondern darauf, ob sie funktionieren. Wir sehen diesen Fortschritt vor allem in Ihnen allen – jungen Menschen, die ein junges Jahrhundert in ihrem Sinne prägen können.
Ihr Leben fällt mit dieser Ära des Wandels zusammen. Aber denken Sie nur an die grundlegenden Fragen, die gestellt wurden, als diese Schule gegründet wurde. Was für eine Zukunft wird Russland haben? Welche Zukunft werden Russland und die Vereinigten Staaten miteinander haben? Welche Weltordnung folgt auf den Kalten Krieg? Auf diese Fragen gibt es noch immer keine eindeutigen Antworten, und daher müssen Sie nun von Ihnen beantwortet werden – von Ihrer Generation, in Russland, in den Vereinigten Staaten und überall auf der Welt. Sie entscheiden. Zwar kann ich diese Fragen nicht für Sie beantworten, aber ich kann doch offen über die Zukunft sprechen, wie die Vereinigten Staaten sie sich wünschen.
Zunächst möchte ich ganz unmissverständlich sagen: Die Vereinigten Staaten wollen ein starkes, friedliches und wohlhabendes Russland. Dieser Wunsch wurzelt in unserem Respekt vor der russischen Bevölkerung und in der gemeinsamen Geschichte unserer beiden Länder, die aus mehr besteht als aus gegenseitiger Konkurrenz. Trotz unserer Rivalität in der Vergangenheit waren unsere Bürger Verbündete im größten Kampf des vergangenen Jahrhunderts. Ich habe das kürzlich angemerkt, als ich in der Normandie war – denn genau wie Männer aus Boston und Birmingham alles, was sie hatten, riskierten, um diese Strände zu stürmen und die Klippen zu erklimmen, erduldeten sowjetische Soldaten aus Orten wie Kasan und Kiew unvorstellbare Not, um eine Invasion abzuwehren und im Osten das Blatt zu wenden. Präsident John Kennedy sagte dazu: "In der Kriegsgeschichte hat kein anderes Volk mehr gelitten als das russische während des Zweiten Weltkrieges."
Während wir diese Vergangenheit würdigen, erkennen wir auch die zukünftigen Vorteile, die sich aus einem starken und lebendigen Russland ergeben. Denken Sie nur an die Themen, die Ihr Leben bestimmen werden: Sicherheit vor Atomwaffen und Extremismus, Zugang zu Märkten und Chancen, Gesundheit und Umweltfragen, ein internationales System, das die Souveränität und die Menschenrechte schützt und gleichzeitig Stabilität und Wohlstand fördert. Diese Herausforderungen erfordern eine globale Partnerschaft, und diese Partnerschaft wird stärker sein, wenn Russland seinen rechtmäßigen Platz als Großmacht einnimmt.
Dennoch herrscht manchmal das Gefühl vor, dass alte Annahmen weiterhin die Oberhand haben, alte Denkmuster, ein Konzept der Macht, das mehr in der Vergangenheit begründet liegt als in der Zukunft. Es gibt die aus dem 20. Jahrhundert stammende Ansicht, dass die Vereinigten Staaten und Russland dazu bestimmt sind, Gegenspieler zu sein, dass ein starkes Russland oder ein starkes Amerika sich nur als Gegenspieler behaupten können. Und es gibt die aus dem 19. Jahrhundert stammende Sichtweise, dass wir dazu bestimmt sind, um Einflusssphären zu ringen und dass die Supermächte wettstreitende Blöcke bilden müssen, um ein Gleichgewicht zu schaffen.
Diese Annahmen sind falsch. Im Jahr 2009 zeigen Großmächte keine Stärke, indem sie andere Länder beherrschen oder dämonisieren. Die Tage, in denen Imperien souveräne Länder wie Spielfiguren auf einem Schachbrett behandeln konnten, sind vorbei. Ich habe in Kairo gesagt, dass angesichts unserer gegenseitigen Abhängigkeit jede Weltordnung, die versucht, eine Nation oder Gruppe von Menschen über andere zu erheben, unweigerlich scheitern wird. Das Streben nach Macht ist kein Nullsummenspiel mehr – der Fortschritt muss geteilt werden.
Daher habe ich einen "Neustart" in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland gefordert. Dabei muss es sich um mehr als einen Neuanfang zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus handeln – obwohl dieser wichtig ist und ich hervorragende Gespräche mit Ihrem Präsidenten und Ihrem Ministerpräsidenten geführt habe. Vielmehr muss es fortwährende Bestrebungen zwischen Amerikanern und Russen geben, gemeinsame Interessen auszumachen und Dialog und Zusammenarbeit so zu fördern, dass Fortschritt möglich ist.
Das wird nicht einfach sein. Es ist schwierig, eine dauerhafte Partnerschaft zwischen ehemaligen Gegenspielern aufzubauen; es ist schwierig, Verhaltensmuster zu ändern, die seit Jahrzehnten in unseren Regierungen und Bürokratien bestehen. Aber ich bin der Meinung, dass Amerikaner und Russen bei den grundlegenden Themen, die dieses Jahrhundert prägen werden, gemeinsame Interessen haben, die eine Basis für die Zusammenarbeit bilden. Es ist nicht an mir, die nationalen Interessen Russlands vorzugeben, aber ich kann Ihnen von den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten berichten, und ich bin mir sicher, dass Sie sehen werden, dass wir etwas gemeinsam haben.
Erstens haben die Vereinigten Staaten ein Interesse daran, die Verbreitung von Atomwaffen aufzuhalten und ihren Einsatz zu verhindern. Im vergangenen Jahrhundert haben Generationen von Amerikanern und Russen das Vermögen geerbt, ganze Länder zu zerstören sowie die Einsicht, dass der Einsatz dieser Macht zu ihrer eigenen Zerstörung führen würde. Im Jahr 2009 haben wir etwas anderes geerbt. Sie und ich müssen uns nicht fragen, ob amerikanische oder russische Politiker ein Gleichgewicht des Schreckens respektieren werden – wir kennen die schrecklichen Konsequenzen eines jeden Krieges zwischen unseren beiden Ländern. Aber wir müssen uns eine Frage stellen: Wir müssen uns fragen, ob die Extremisten, die in New York und in Moskau unschuldige Zivilisten töteten, dieselbe Zurückhaltung zeigen würden. Wir müssen uns fragen, ob 10 oder 20 oder 50 mit Atomwaffen bewaffnete Länder ihre Arsenale schützen und davon absehen würden, sie einzusetzen.
Das ist der Kern der nuklearen Herausforderung im 21. Jahrhundert. Die Vorstellung, dass der Besitz dieser Waffen Prestige mit sich bringt oder dass wir uns schützen können, indem wir die Länder aussuchen, die diese Waffen besitzen dürfen, ist eine Illusion. In der kurzen Zeit seit dem Ende des Kalten Krieges haben wir bereits gesehen, wie Indien, Pakistan und Nordkorea Atomtests durchgeführt haben. Gibt es wirklich jemanden unter uns, der glaubt, dass in den nächsten zwanzig Jahren diese Atomwaffen nicht weiterverbreitet werden?
Aus diesem Grund sind die Vereinigten Staaten entschlossen, die Weiterverbreitung von Atomwaffen aufzuhalten und letztendlich eine Welt ohne Atomwaffen anzustreben. Das entspricht unseren Verpflichtungen im Rahmen des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen. Diese Verantwortung haben wir als die beiden führenden Atommächte der Welt. Und obwohl ich weiß, dass wir dieses Ziel nicht schnell erreichen werden, bildet unser Streben danach die rechtliche und moralische Grundlage, die Weiterverbreitung und den möglichen Einsatz von Atomwaffen zu verhindern.
Wir haben bereits wichtige Schritte unternommen, um diese Grundlage zu schaffen. Gestern haben Präsident Medwedew und ich Fortschritte dabei gemacht, einen neuen Vertrag auszuhandeln, der die Anzahl unserer Sprengköpfe und Trägersysteme maßgeblich reduzieren wird. Wir haben unser Engagement für saubere, sichere und friedliche Atomkraft erneuert, auf die alle Nationen ein Recht haben müssen, die den Verpflichtungen des Nichtverbreitungsvertrags entsprechen. Und wir haben uns darauf verständigt, unsere Zusammenarbeit im Bereich der atomaren Sicherheit auszubauen. Das ist entscheidend, wenn wir das Ziel erreichen wollen, innerhalb von vier Jahren alle ungeschützten Nuklearmaterialien auf der Welt zu sichern.
Während wir unseren Verpflichtungen nachkommen, müssen wir andere Länder daran messen, ob sie dasselbe tun. Weder die Vereinigten Staaten noch Russland würden von einem nuklearen Wettrüsten in Ostasien oder im Nahen Osten profitieren. Aus diesem Grund sollten wir uns gemeinsam gegen die Bestrebungen Nordkoreas stellen, eine Atommacht zu werden, und gegen die Bestrebungen Irans, eine Atomwaffe zu erwerben. Ich freue mich, dass Präsident Medwedew und ich uns in der gemeinsamen Bewertung der Bedrohung einig geworden sind, die von ballistischen Flugkörpern im 21. Jahrhundert ausgeht, unter anderem von Iran und Nordkorea.
Dabei wollen wir nicht einzelne Länder herausgreifen – es geht uns um die Verantwortung aller Länder. Wenn wir es nicht schaffen zusammenzuarbeiten, werden der Nichtverbreitungsvertrag und der Sicherheitsrat an Glaubwürdigkeit verlieren, und das Völkerrecht wird dem Faustrecht weichen. Und das nutzt niemandem. Wie ich in Prag gesagt habe, müssen die Regeln verpflichtend sein, Verstöße müssen geahndet werden und Worte müssen etwas bedeuten.
Die erfolgreiche Durchsetzung dieser Regeln wird Quellen für Meinungsverschiedenheiten beseitigen. Ich weiß, dass Russland gegen die geplante Konfiguration einer Raketenabwehr in Europa ist. Meine Regierung prüft diese Pläne, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten, Europas und der Welt zu erhöhen. Ich habe deutlich gemacht, dass dieses System darauf abzielt, einen potenziellen Angriff aus Iran abzuwehren. Es hat nichts mit Russland zu tun. Vielmehr möchte ich mit Russland zusammen an einer Architektur zur Raketenabwehr arbeiten, die unser aller Sicherheit erhöht. Wenn die vom iranischen Atomprogramm und dem iranischen Programm für ballistische Flugkörper ausgehende Bedrohung beseitigt ist, ist auch die Motivation der Raketenabwehr in Europa hinfällig, und das ist in unserem gemeinsamen Interesse.
Zusätzlich zur Sicherung der gefährlichsten Waffen auf der Welt haben die Vereinigten Staaten noch das entscheidende nationale Interesse, gewalttätige Extremisten zu isolieren und zu besiegen.
Jahrelang haben die Al Kaida und ihre Verbündeten eine große Religion des Friedens und der Gerechtigkeit beschmutzt und skrupellos Frauen, Kinder und Männer aller Nationalitäten und Glaubensrichtungen ermordet. Tatsächlich haben sie vor allem Muslime ermordet. Und diese Extremisten haben in Amman und Bali, Islamabad und Kabul getötet, und an ihren Händen klebt das Blut von Amerikanern und Russen. Sie planen, noch mehr unserer Bürger zu töten und profitieren von Zufluchtsstätten, an denen sie ausbilden und operieren können – insbesondere entlang der pakistanisch-afghanischen Grenze.
Und deshalb haben die Vereinigten Staaten ein klares Ziel: Die Al Kaida und ihre Verbündeten in Afghanistan und Pakistan zu spalten, zu zerschlagen und zu besiegen. Wir wollen keine Militärbasen einrichten und diese Länder auch nicht kontrollieren. Vielmehr wollen wir mit internationalen Partnern, Russland eingeschlossen, daran arbeiten, den Menschen in Afghanistan und Pakistan dabei zu helfen, sich Sicherheit und Wohlstand aufzubauen. Daher freue ich mich, dass Russland zugestimmt hat, den Vereinigten Staaten die Möglichkeit zu geben, unsere Koalitionsstreitkräfte über russisches Territorium zu versorgen. Weder die Vereinigten Staaten noch Russland haben ein Interesse an einem Afghanistan oder Pakistan, das von den Taliban regiert wird. Es ist Zeit, für eine andere Zukunft zusammenzuarbeiten: eine Zukunft, in der wir das große Spiel der Vergangenheit und den Konflikt der Gegenwart hinter uns lassen – eine Zukunft, in der wir alle einen Beitrag zur Sicherheit Zentralasiens leisten.
Von Afghanistan einmal abgesehen sind die Vereinigten Staaten entschlossen, alle Chancen zu nutzen, um Extremisten zu isolieren. Wir helfen der irakischen Bevölkerung dabei, sich eine bessere Zukunft aufzubauen und überlassen den Irak den Irakern. Wir verfolgen das Ziel einer Zweistaatenlösung, in deren Rahmen Israel und Palästina in Frieden und Sicherheit existieren. Wir gehen Partnerschaften mit muslimischen Gemeinschaften auf der ganzen Welt ein, um Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Bei all diesen Anstrengungen glaube ich, dass die Menschen in Russland unsere Ziele teilen und von ihrem Erfolg profitieren werden – und dass wir uns zusammentun müssen.
Neben diesen sicherheitspolitischen Anliegen ist der dritte Bereich, den ich ansprechen möchte, das Interesse der Vereinigten Staaten an globalem Wohlstand. Und da sich so viele Wirtschaftswissenschaftler und künftige Unternehmer und Unternehmerinnen hier im Saal befinden, wird das für Sie von großem Interesse sein.
Wir treffen uns inmitten der schwersten globalen Rezession seit einer Generation. Ich glaube, dass der freie Markt die größte Kraft für die Schaffung und Verteilung von Wohlstand ist, die es auf der Welt jemals gegeben hat. Aber wann immer die Kräfte des Marktes zügellos um sich greifen können – aufgrund zu großer Risikobereitschaft, mangelnder Regulierung oder aufgrund von Korruption – sind alle Menschen in Gefahr, am Mississippi wie an der Wolga.
In den Vereinigten Staaten gehen wir jetzt ganz neue Wege, um unsere Wirtschaft anzukurbeln und unser Regulierungssystem zu reformieren. Aber genau wie keine Nation sich von den Konsequenzen einer globalen Krise abschotten kann, kann auch keine Nation allein Motor des globalen Wachstums sein. Wissen Sie, in unserer Lebenszeit hat sich etwas Grundlegendes verändert. Und während die Krise uns gezeigt hat, welche Risiken Veränderungen in sich bergen, bringen diese Risiken auch eine Fülle von Chancen mit sich.
Denken Sie nur daran, was heute alles möglich ist und noch vor zwei Jahrzehnten undenkbar gewesen wäre. Eine junge Frau im indischen Bangalore kann durch eine Internetverbindung im Wettbewerb mit der ganzen Welt bestehen. Ein Startup-Unternehmer in Peking kann mit seinem Unternehmen global agieren. Ein Professor an der NES in Moskau kann mit Kollegen in Harvard oder Stanford zusammenarbeiten. Das ist gut für uns alle, denn wenn in Indien Wohlstand entsteht, erschließt sich ein neuer Markt für unsere Güter, wenn sich in China neue Ideen durchsetzen, werden unsere Unternehmen zur Innovation angespornt – wenn neue Verbindungen zwischen Menschen geschaffen werden, ist das für uns alle bereichernd.
Das Potenzial für eine verstärkte Kooperation zwischen Amerikanern und Russen ist außerordentlich groß. Wir können freien und integrierten Handel mit der ganzen Welt betreiben. Wir können Investitionen anregen, die in unseren beiden Ländern Arbeitsplätze schaffen, wir können Partnerschaften im Energiebereich eingehen, die nicht nur traditionelle Ressourcen wie Öl und Gas, sondern auch neue Energiequellen anzapfen, Wachstum fördern und den Klimawandel bekämpfen. All das können Amerikaner und Russen gemeinsam tun.
Regierungen können diese Zusammenarbeit fördern, aber letzten Endes müssen die Menschen sie vorantreiben, denn im 21. Jahrhundert sind Sie die wichtigste Ressource eines jeden Landes. Die Menschen – ganz besonders die jungen Menschen. Und das Land, das diese Ressource ausschöpft, wird erfolgreich sein. Dieser Erfolg hängt von Volkswirtschaften ab, die nach den Regeln der Rechtsstaatlichkeit funktionieren. Wie Präsident Medwedew ganz richtig gesagt hat, ist ein ausgereiftes und effektives Rechtssystem eine Bedingung für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Menschen überall auf der Welt sollten das Recht haben, Geschäfte zu machen oder Bildung zu erhalten, ohne dafür Bestechungsgelder bezahlen zu müssen. Ob in den Vereinigten Staaten, Russland, Afrika oder Lateinamerika – das ist keine amerikanische oder russische Idee, das ist das Erfolgsrezept für Menschen und Länder im 21. Jahrhundert. Das bringt mich zu dem vierten Thema, das ich heute ansprechen möchte: das Interesse der Vereinigten Staaten an demokratischen Regierungen, die die Rechte ihrer Bevölkerungen schützen.
Die Vereinigten Staaten sind sicher nicht vollkommen. Aber unsere Verpflichtung gegenüber bestimmten universellen Werten erlaubt uns, unsere Fehler zu korrigieren, uns ständig zu verbessern und mit der Zeit stärker zu werden. Die Rede- und Versammlungsfreiheit haben es Frauen, Minderheiten und Arbeitern möglich gemacht, für vollständige und gleiche Rechte zu demonstrieren, als ihnen diese verwehrt waren. Rechtsstaatlichkeit und Gleichheit vor dem Gesetz haben Monopole gesprengt, den Niedergang korrupter politischer Maschinerien nach sich gezogen und Fälle von Machtmissbrauch beendet. Unabhängige Medien haben Korruption auf allen Unternehmens- und Regierungsebenen aufgedeckt. Faire Wahlen erlauben es uns, den Kurs zu wechseln und unsere Politiker zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn unsere Demokratie diese Rechte nicht fördern würde, hätte ich als Bürger afrikanischer Abstammung nicht die Möglichkeit, als Bürger der Vereinigten Staaten zu Ihnen zu sprechen – und schon gar nicht als Präsident. Denn zum Zeitpunkt der Gründung unseres Landes hatte ich – oder Menschen, die wie ich aussahen – keine Rechte.
Die Vereinigten Staaten fördern diese Werte also auf der ganzen Welt, weil sie moralisch richtig sind, aber auch, weil sie funktionieren. Der Verlauf der Geschichte zeigt uns, dass Regierungen, die ihrem Volk dienen, bestehen bleiben und gedeihen, Regierungen, die nur sich selbst genügen, hingegen nicht. Staaten, deren Regierungen den Willen ihrer Bevölkerung repräsentieren, werden mit wesentlich geringerer Wahrscheinlichkeit scheitern, ihre Bürger terrorisieren oder einen Krieg anzetteln. Regierungen, die die Rechtsstaatlichkeit fördern, ihre Entscheidungen Kontrollen unterziehen und unabhängige Institutionen zulassen sind verlässlichere Handelspartner. Und in unserer eigenen Geschichte sind Demokratien stets die beständigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten gewesen, auch diejenigen, gegen die wir in Europa und Asien einst Kriege geführt haben – Nationen, die heute in großer Sicherheit und Wohlstand leben.
Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Die Vereinigten Staaten werden und sollten nicht versuchen, anderen Staaten ein Regierungssystem aufzuerlegen, noch würden wir annehmen, entscheiden zu können, welche Partei oder welche Person ein Land regieren sollte. Und wir haben in dieser Hinsicht nicht immer so gehandelt, wie wir es hätten tun sollen. Während wir hier heute zusammenkommen, unterstützen die Vereinigten Staaten die Wiedereinsetzung des demokratisch gewählten Präsidenten von Honduras, obwohl dieser sich entschieden gegen die amerikanische Politik gestellt hat. Wir tun das nicht, weil wir mit ihm einer Meinung sind. Wir tun es, weil wir das allgemeingültige Prinzip achten, dass Menschen ihre politischen Vertreter selbst wählen sollten, ob wir nun mit ihnen übereinstimmen oder nicht.
Und das bringt mich zum letzten Thema, das ich heute ansprechen möchte, nämlich dem Interesse der Vereinigten Staaten an einem internationalen System, das die Zusammenarbeit fördert, aber gleichzeitig die Souveränität aller Staaten achtet.
Staatliche Souveränität muss ein Eckpfeiler der internationalen Ordnung sein. So wie alle Staaten das Recht haben sollten, ihre Vertreter selbst zu wählen, müssen sie auch das Recht auf sichere Grenzen und ihre eigene Außenpolitik haben. Das gilt für Russland genauso wie für die Vereinigten Staaten. Jedes System, das diese Rechte untergräbt, wird zu Anarchie führen. Daher müssen wir dieses Prinzip auf alle Länder anwenden – und das schließt auch Georgien und die Ukraine mit ein. Die Vereinigten Staaten werden niemals einem anderen Land ein sicherheitspolitisches Arrangement auferlegen. Damit ein Land Mitglied einer Organisation wie beispielsweise der NATO werden kann, muss sich die Mehrheit seiner Einwohner dafür aussprechen; es müssen Reformen umgesetzt werden, und diese müssen im Sinne des Antrags des Bündnisses sein. Und lassen Sie mich eines deutlich sagen: Die NATO sollte die Zusammenarbeit mit Russland suchen, nicht die Konfrontation.
Allgemeiner ausgedrückt: Wir müssen Zusammenarbeit und Respekt zwischen allen Ländern und Völkern fördern. Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich unermüdlich daran arbeiten, die Sicherheit der Vereinigten Staaten zu schützen und unsere Interessen zu fördern. Aber kein Land kann den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts allein begegnen oder dem Rest der Welt seine Bedingungen diktieren. Das wissen die Vereinigten Staaten jetzt, genauso wie Russland es weiß. Darum streben die Vereinigten Staaten ein internationales System an, das Ländern ermöglicht, ihre Interessen friedlich zu verfolgen, besonders wenn diese Interessen auseinandergehen; ein System, in dem die allgemeinen Menschenrechte geachtet und Verletzungen dieser Rechte geahndet werden; ein System, in dem wir uns selbst an denselben Standards messen, die wir auch für andere Nationen anlegen, mit klaren Rechten und Verpflichtungen für alle.
Es gab einmal eine Zeit, da konnten Roosevelt, Churchill und Stalin die Welt mit einem einzigen Treffen verändern. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ist die Welt komplexer. Milliarden Menschen haben ihre Stimme gefunden und streben in allen Winkeln dieser Erde danach, das für sie angemessene Maß an Wohlstand und Selbstbestimmung zu verwirklichen. In den letzten zwei Jahrzehnten haben wir Märkte und Wohlstand wachsen sehen und wir haben Technologien erlebt, die zum Aufbau, nicht zur Zerstörung von Dingen genutzt wurden. Wir sahen, wie alte Fehden erloschen und sich die Illusionen von Unterschieden zwischen Völkern auflösten und wir sahen, wie immer mehr Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass diese Übergangszeit, die Sie erlebt haben, in eine neue Ära übergeht, in der Nationen in Frieden leben und Menschen ihren Wunsch nach einem Leben in Würde und Sicherheit und einem besseren Leben für ihre Kinder umsetzen. Das ist im Interesse der Vereinigten Staaten, und ich glaube, es ist auch im Interesse Russlands.
Ich weiß, diese Zukunft kann noch fern erscheinen. Veränderungen sind schwierig. Um es mit den Worten des Studenten der NES von 1993 auszudrücken: Die echte Welt ist nicht so rational, wie es in Büchern geschrieben steht. Aber denken Sie an die Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit entfaltet haben. Vor einhundert Jahren wurde Russland von einem Zaren regiert, und Europa bestand aus vielen kleinen Reichen. Als ich auf die Welt kam, war die Rassentrennung in Teilen der Vereinigten Staaten noch Gesetz und das Kenia meines Vaters noch eine Kolonie. Als Sie zur Welt kamen, wäre eine Schule wie diese hier undenkbar gewesen und das Internet war nur wenigen Privilegierten bekannt.
Es ist an Ihnen, zu entscheiden, was als nächstes kommt. Sie werden entscheiden, wo die Veränderung uns hinführen wird, denn die Zukunft gehört nicht denen, die Heere auf einem Schlachtfeld versammeln oder Raketen in die Erde graben; die Zukunft gehört gebildeten jungen Menschen mit kreativer Vorstellungskraft. Das ist der Kraftquell dieses Jahrhunderts. Und stellen Sie sich angesichts all dessen was in Ihren zwei Jahrzehnten auf der Welt geschehen ist, nur vor, was Sie in den nächsten Jahren erschaffen können.
Jedes Land gibt seinen Kurs selbst vor. Russland hat sich seinen Weg durch die Zeit gebahnt wie ein mächtiger Fluss, der eine Schlucht durchquert, und dabei unauslöschlich die menschliche Geschichte geprägt. Richten Sie, wenn Sie diese Geschichte weiterführen, Ihren Blick in die Zukunft, die wir schaffen können, wenn wir die alten Hindernisse überwinden und das alte Misstrauen hinter uns lassen; richten Sie Ihren Blick in die Zukunft, die wir gemeinsam im Namen der Wünsche, die wir teilen, aufbauen können. Gemeinsam können wir eine Welt erschaffen, in der Menschen geschützt sind, in der der Wohlstand wächst und unsere Macht wirklich dem Fortschritt dient. Und es liegt alles in Ihren Händen. Ich wünsche Ihnen allen viel Glück. Vielen herzlichen Dank.
Die Rede in russischer Übersetzung:
Выступление президента Барака Обамы
в Российской экономической школе
Москва, Россия
7 июля 2009 года
Благодарю вас. Поздравляю вас, Оксана, и всех выпускников тоже. Не знаю, удастся ли кому-нибудь из вас встретить среди соучеников свою будущую жену, как это удалось мне, или будущего мужа, но я уверен, что впереди у каждого из вас блестящая карьера. Хочу приветствовать среди собравшихся некоторых моих знакомых. Здесь среди нас – президент Михаил Горбачев, и я прошу всех поаплодировать в его честь. Мне хотелось бы приветствовать ректора РЭШ Сергея Гуриева, председателя совета директоров Максима Бойко и члена совета директоров РЭШ Аркадия Дворковича, который является президентом Ассоциации выпускников, а также ближайшим сотрудником президента Медведева, которому он очень помогает и присутствовал на нашей вчерашней встрече.
Доброе утро! Для меня высокая честь выступать перед вами в Российской экономической школе. Мишель и я чрезвычайно довольны тем, что нам представилась возможность посетить Москву, и поскольку я родился на Гавайских островах, я очень рад, что приехал сюда в июле, а не в январе.
Я знаю, что РЭШ – это новый вуз, но я выступаю перед вами, испытывая глубокое уважение к непреходящей русской культуре. Русские писатели помогли нам понять всю глубину человеческого опыта и подтвердили вечные истины. Русские художники, композиторы и мастера балета открыли для нас новые формы красоты. Русские ученые одолели болезни, расширили границы прогресса и помогли нам проложить дорогу в космос.
REMARKS BY THE PRESIDENT AT THE NEW ECONOMIC SCHOOL GRADUATION
Gostinny Dvor,Moscow, Russia,12:13 P.M. (Local)
THE PRESIDENT: Thank you so much. Well, congratulations, Oxana. And to the entire Class of 2009, congratulations to you. I don't know if anybody else will meet their future wife or husband in class like I did, but I'm sure that you're all going to have wonderful careers.
I want to acknowledge a few people who are here. We have President Mikhail Gorbachev is here today, and I want everybody to give him a big round of applause. (Applause.) I want to thank Sergei Gurief, Director of the New Economic School. (Applause.) Max Boiko, their Chairman of the Board. (Applause.) And Arkady Dvorkovich, who is the NES board member, President of the Alumni Association and is doing an excellent job for President Medvedev, because he was in our meeting yesterday. (Applause.)
Good morning. It is a great honor for me to join you at the New Economic School. Michelle and I are so pleased to be in Moscow. And as somebody who was born in Hawaii, I'm glad to be here in July instead of January. (Laughter and applause.)
I know that NES is a young school, but I speak to you today with deep respect for Russia's timeless heritage. Russian writers have helped us understand the complexity of the human experience, and
recognize eternal truths. Russian painters, composers, and dancers have introduced us to new forms of beauty. Russian scientists have cured disease, sought new frontiers of progress, and helped us go to space.
These are contributions that are not contained by Russia's borders, as vast as those borders are. Indeed, Russia's heritage has touched every corner of the world, and speaks to the humanity that we share. That includes my own country, which has been blessed with Russian immigrants for decades; we've been enriched by Russian culture, and enhanced by Russian cooperation. And as a resident of Washington, D.C., I continue to benefit from the contributions of Russians -- specifically, from Alexander Ovechkin. We're very pleased to have him in Washington, D.C. (Applause.)
Here at NES, you have inherited this great cultural legacy, but your focus on economics is no less fundamental to the future of humanity. As Pushkin said, "Inspiration is needed in geometry just as much as poetry." And today, I want particularly to speak to those of you preparing to graduate. You're poised to be leaders in academia and industry; in finance and government. But before you move forward, it's worth reflecting on what has already taken place during your young lives.
Like President Medvedev and myself, you're not old enough to have witnessed the darkest hours of the Cold War, when hydrogen bombs were tested in the atmosphere, and children drilled in fallout shelters, and we reached the brink of nuclear catastrophe. But you are the last generation born when the world was divided. At that time, the American and Soviet armies were still massed in Europe, trained and ready to
fight. The ideological trenches of the last century were roughly in place. Competition in everything from astrophysics to athletics was treated as a zero-sum game. If one person won, then the other person had to lose.
And then, within a few short years, the world as it was ceased to be. Now, make no mistake: This change did not come from any one nation. The Cold War reached a conclusion because of the actions of many nations over many years, and because the people of Russia and Eastern Europe stood up and decided that its end would be peaceful.
With the end of the Cold War, there were extraordinary expectations -- for peace and for prosperity; for new arrangements among nations, and new opportunities for individuals. Like all periods of great change, it was a time of ambitious plans and endless possibilities. But, of course, things don't always work out exactly as planned. Back in 1993, shortly after this school opened, one NES student summed up the difficulty of change when he told a reporter, and I quote him: "The real world is not so rational as on paper." The real world is not so rational as on paper.
Over two tumultuous decades, that truth has been borne out around the world. Great wealth has been created, but it has not eliminated vast pockets of crushing poverty. Poverty exists here, it exists in the United States, and it exists all around the world. More people have gone to the ballot box, but too many governments still fail to protect the rights of their people. Ideological struggles have diminished, but they've been replaced by conflicts over tribe and ethnicity and religion. A human being with a computer can hold the same amount of information stored in the Russian State Library, but that technology can also be used to do great harm.
In a new Russia, the disappearance of old political and economic restrictions after the end of the Soviet Union brought both opportunity and hardship. A few prospered, but many more did not. There were tough times. But the Russian people showed strength and made sacrifices, and you achieved hard-earned progress through a growing economy and greater confidence. And despite painful times, many in Eastern Europe and Russia are much better off today than 20 years ago.
We see that progress here at NES -- a school founded with Western
support that is now distinctly Russian; a place of learning and inquiry
where the test of an idea is not whether it is Russian or American or
European, but whether it works. Above all, we see that progress in all
of you -- young people with a young century to shape as you see fit.
Your lifetime coincides with this era of transition. But think about
the fundamental questions asked when this school was founded. What kind
of future is Russia going to have? What kind of future are Russia and
America going to have together? What world order will replace the Cold
War? Those questions still don't have clear answers, and so now they
must be answered by you -- by your generation in Russia, in America,
and around the world. You get to decide. And while I cannot answer
those questions for you, I can speak plainly about the future that
America is seeking.
To begin with, let me be clear: America wants a strong, peaceful,
and prosperous Russia. This belief is rooted in our respect for the
Russian people, and a shared history between our nations that goes
beyond competition. Despite our past rivalry, our people were allies in
the greatest struggle of the last century. Recently, I noted this when
I was in Normandy -- for just as men from Boston and Birmingham risked
all that they had to storm those beaches and scale those cliffs, Soviet
soldiers from places like Kazan and Kiev endured unimaginable hardships
to repeal -- to repel an invasion, and turn the tide in the east. As
President John Kennedy said, "No nation in history of battle ever
suffered more than the Soviet Union in the Second World War."
So as we honor this past, we also recognize the future benefit that
will come from a strong and vibrant Russia. Think of the issues that
will define your lives: security from nuclear weapons and extremism;
access to markets and opportunity; health and the environment; an
international system that protects sovereignty and human rights, while
promoting stability and prosperity. These challenges demand global
partnership, and that partnership will be stronger if Russia occupies
its rightful place as a great power.
Yet unfortunately, there is sometimes a sense that old assumptions
must prevail, old ways of thinking; a conception of power that is
rooted in the past rather than in the future. There is the 20th century
view that the United States and Russia are destined to be antagonists,
and that a strong Russia or a strong America can only assert themselves
in opposition to one another. And there is a 19th century view that we
are destined to vie for spheres of influence, and that great powers
must forge competing blocs to balance one another.
These assumptions are wrong. In 2009, a great power does not show
strength by dominating or demonizing other countries. The days when
empires could treat sovereign states as pieces on a chess board are
over. As I said in Cairo, given our independence, any world order that
-- given our interdependence, any world order that tries to elevate one
nation or one group of people over another will inevitably fail. The
pursuit of power is no longer a zero-sum game -- progress must be
shared.
That's why I have called for a "reset" in relations between the
United States and Russia. This must be more than a fresh start between
the Kremlin and the White House -- though that is important and I've
had excellent discussions with both your President and your Prime
Minister. It must be a sustained effort among the American and Russian
people to identify mutual interests, and expand dialogue and
cooperation that can pave the way to progress.
This will not be easy. It's difficult to forge a lasting partnership
between former adversaries, it's hard to change habits that have been
ingrained in our governments and our bureaucracies for decades. But I
believe that on the fundamental issues that will shape this century,
Americans and Russians share common interests that form a basis for
cooperation. It is not for me to define Russia's national interests,
but I can tell you about America's national interests, and I believe
that you will see that we share common ground.
First, America has an interest in reversing the spread of nuclear weapons and preventing their use.
In the last century, generations of Americans and Russians inherited
the power to destroy nations, and the understanding that using that
power would bring about our own destruction. In 2009, our inheritance
is different. You and I don't have to ask whether American and Russian
leaders will respect a balance of terror -- we understand the horrific
consequences of any war between our two countries. But we do have to
ask this question: We have to ask whether extremists who have killed
innocent civilians in New York and in Moscow will show that same
restraint. We have to ask whether 10 or 20 or 50 nuclear-armed nations
will protect their arsenals and refrain from using them.
This is the core of the nuclear challenge in the 21st century. The
notion that prestige comes from holding these weapons, or that we can
protect ourselves by picking and choosing which nations can have these
weapons, is an illusion. In the short period since the end of the Cold
War, we've already seen India, Pakistan, and North Korea conduct
nuclear tests. Without a fundamental change, do any of us truly believe
that the next two decades will not bring about the further spread of
these nuclear weapons?
That's why America is committed to stopping nuclear proliferation,
and ultimately seeking a world without nuclear weapons. That is
consistent with our commitment under the Nuclear Non-Proliferation
Treaty. That is our responsibility as the world's two leading nuclear
powers. And while I know this goal won't be met soon, pursuing it
provides the legal and moral foundation to prevent the proliferation
and eventual use of nuclear weapons.
We're already taking important steps to build this foundation.
Yesterday, President Medvedev and I made progress on negotiating a new
treaty that will substantially reduce our warheads and delivery
systems. We renewed our commitment to clean, safe and peaceful nuclear
energy, which must be a right for all nations that live up to their
responsibilities under the NPT. And we agreed to increase cooperation
on nuclear security, which is essential to achieving the goal of
securing all vulnerable nuclear material within four years.
As we keep our own commitments, we must hold other nations
accountable for theirs. Whether America or Russia, neither of us would
benefit from a nuclear arms race in East Asia or the Middle East.
That's why we should be united in opposing North Korea's efforts to
become a nuclear power, and opposing Iran's efforts to acquire a
nuclear weapon. And I'm pleased that President Medvedev and I agreed
upon a joint threat assessment of the ballistic challenges -- ballistic
missile challenges of the 21st century, including from Iran and North
Korea.
This is not about singling out individual nations -- it's about the
responsibilities of all nations. If we fail to stand together, then the
NPT and the Security Council will lose credibility, and international
law will give way to the law of the jungle. And that benefits no one.
As I said in Prague, rules must be binding, violations must be
punished, and words must mean something.
The successful enforcement of these rules will remove causes of
disagreement. I know Russia opposes the planned configuration for
missile defense in Europe. And my administration is reviewing these
plans to enhance the security of America, Europe and the world. And
I've made it clear that this system is directed at preventing a
potential attack from Iran. It has nothing to do with Russia. In fact,
I want to work together with Russia on a missile defense architecture
that makes us all safer. But if the threat from Iran's nuclear and
ballistic missile program is eliminated, the driving force for missile
defense in Europe will be eliminated, and that is in our mutual
interests.
Now, in addition to securing the world's most dangerous weapons, a
second area where America has a critical national interest is in
isolating and defeating violent extremists.
For years, al Qaeda and its affiliates have defiled a great religion
of peace and justice, and ruthlessly murdered men, women and children
of all nationalities and faiths. Indeed, above all, they have murdered
Muslims. And these extremists have killed in Amman and Bali; Islamabad
and Kabul; and they have the blood of Americans and Russians on their
hands. They're plotting to kill more of our people, and they benefit
from safe havens that allow them to train and operate -- particularly
along the border of Pakistan and Afghanistan.
And that's why America has a clear goal: to disrupt, dismantle, and
defeat al Qaeda and its allies in Afghanistan and Pakistan. We seek no
bases, nor do we want to control these nations. Instead, we want to
work with international partners, including Russia, to help Afghans and
Pakistanis advance their own security and prosperity. And that's why
I'm pleased that Russia has agreed to allow the United States to supply
our coalition forces through your territory. Neither America nor Russia
has an interest in an Afghanistan or Pakistan governed by the Taliban.
It's time to work together on behalf of a different future -- a future
in which we leave behind the great game of the past and the conflict of
the present; a future in which all of us contribute to the security of
Central Asia.
Now, beyond Afghanistan, America is committed to promoting the
opportunity that will isolate extremists. We are helping the Iraqi
people build a better future, and leaving Iraq to the Iraqis. We're
pursuing the goal of two states, Israel and Palestine, living in peace
and security. We're partnering with Muslim communities around the world
to advance education, health, and economic development. In each of
these endeavors, I believe that the Russian people share our goals, and
will benefit from success -- and we need to partner together.
Now, in addition to these security concerns, the third area that I
will discuss is America's interest in global prosperity. And since we
have so many economists and future businessmen and women in the room, I
know this is of great interest to you.
We meet in the midst of the worst global recession in a generation.
I believe that the free market is the greatest force for creating and
distributing wealth that the world has known. But wherever the market
is allowed to run rampant -- through excessive risk-taking, a lack of
regulation, or corruption -- then all are endangered, whether we live
on the Mississippi or on the Volga.
In America, we're now taking unprecedented steps to jumpstart our
economy and reform our system of regulation. But just as no nation can
wall itself off from the consequences of a global crisis, no one can
serve as the sole engine of global growth. You see, during your lives,
something fundamental has changed. And while this crisis has shown us
the risks that come with change, that risk is overwhelmed by
opportunity.
Think of what's possible today that was unthinkable two decades ago.
A young woman with an Internet connection in Bangalore, India can
compete with anybody anywhere in the world. An entrepreneur with a
start-up company in Beijing can take his business global. An NES
professor in Moscow can collaborate with colleagues at Harvard or
Stanford. That's good for all of us, because when prosperity is created
in India, that's a new market for our goods; when new ideas take hold
in China, that pushes our businesses to innovate; when new connections
are forged among people, all of us are enriched.
There is extraordinary potential for increased cooperation between
Americans and Russians. We can pursue trade that is free and fair and
integrated with the wider world. We can boost investment that creates
jobs in both our countries, we can forge partnerships on energy that
tap not only traditional resources, like oil and gas, but new sources
of energy that will drive growth and combat climate change. All of
that, Americans and Russians can do together.
Now, government can promote this cooperation, but ultimately
individuals must advance this cooperation, because the greatest
resource of any nation in the 21st century is you. It's people; it's
young people especially. And the country which taps that resource will
be the country that will succeed. That success depends upon economies
that function within the rule of law. As President Medvedev has rightly
said, a mature and effective legal system is a condition for sustained
economic development. People everywhere should have the right to do
business or get an education without paying a bribe. Whether they are
in America or Russia or Africa or Latin America, that's not a American
idea or a Russian idea -- that's how people and countries will succeed
in the 21st century.
And this brings me to the fourth issue that I will discuss --
America's interest in democratic governments that protect the rights of
their people.
By no means is America perfect. But it is our commitment to certain
universal values which allows us to correct our imperfections, to
improve constantly, and to grow stronger over time. Freedom of speech
and assembly has allowed women, and minorities, and workers to protest
for full and equal rights at a time when they were denied. The rule of
law and equal administration of justice has busted monopolies, shut
down political machines that were corrupt, ended abuses of power.
Independent media have exposed corruption at all levels of business and
government. Competitive elections allow us to change course and hold
our leaders accountable. If our democracy did not advance those rights,
then I, as a person of African ancestry, wouldn't be able to address
you as an American citizen, much less a President. Because at the time
of our founding, I had no rights -- people who looked like me. But it
is because of that process that I can now stand before you as President
of the United States.
So around the world, America supports these values because they are
moral, but also because they work. The arc of history shows that
governments which serve their own people survive and thrive;
governments which serve only their own power do not. Governments that
represent the will of their people are far less likely to descend into
failed states, to terrorize their citizens, or to wage war on others.
Governments that promote the rule of law, subject their actions to
oversight, and allow for independent institutions are more dependable
trading partners. And in our own history, democracies have been
America's most enduring allies, including those we once waged war with
in Europe and Asia -- nations that today live with great security and
prosperity.
Now let me be clear: America cannot and should not seek to impose
any system of government on any other country, nor would we presume to
choose which party or individual should run a country. And we haven't
always done what we should have on that front. Even as we meet here
today, America supports now the restoration of the
democratically-elected President of Honduras, even though he has
strongly opposed American policies. We do so not because we agree with
him. We do so because we respect the universal principle that people
should choose their own leaders, whether they are leaders we agree with
or not.
And that leads me to the final area that I will discuss, which is
America's interest in an international system that advances cooperation
while respecting the sovereignty of all nations.
State sovereignty must be a cornerstone of international order. Just
as all states should have the right to choose their leaders, states
must have the right to borders that are secure, and to their own
foreign policies. That is true for Russia, just as it is true for the
United States. Any system that cedes those rights will lead to anarchy.
That's why we must apply this principle to all nations -- and that
includes nations like Georgia and Ukraine. America will never impose a
security arrangement on another country. For any country to become a
member of an organization like NATO, for example, a majority of its
people must choose to; they must undertake reforms; they must be able
to contribute to the Alliance's mission. And let me be clear: NATO
should be seeking collaboration with Russia, not confrontation.
And more broadly, we need to foster cooperation and respect among
all nations and peoples. As President of the United States, I will work
tirelessly to protect America's security and to advance our interests.
But no one nation can meet the challenges of the 21st century on its
own, nor dictate its terms to the world. That is something that America
now understands, just as Russia understands. That's why America seeks
an international system that lets nations pursue their interests
peacefully, especially when those interests diverge; a system where the
universal rights of human beings are respected, and violations of those
rights are opposed; a system where we hold ourselves to the same
standards that we apply to other nations, with clear rights and
responsibilities for all.
There was a time when Roosevelt, Churchill, and Stalin could shape
the world in one meeting. Those days are over. The world is more
complex today. Billions of people have found their voice, and seek
their own measure of prosperity and self-determination in every corner
of the planet. Over the past two decades, we've witnessed markets grow,
wealth spread, and technology used to build -- not destroy. We've seen
old hatreds pass, illusions of differences between people lift and fade
away; we've seen the human destiny in the hands of more and more human
beings who can shape their own destinies. Now, we must see that the
period of transition which you have lived through ushers in a new era
in which nations live in peace, and people realize their aspirations
for dignity, security, and a better life for their children. That is
America's interest, and I believe that it is Russia's interest as well.
I know that this future can seem distant. Change is hard. In the
words of that NES student back in 1993, the real world is not so
rational as on paper. But think of the change that has unfolded with
the passing of time. One hundred years ago, a czar ruled Russia, and
Europe was a place of empire. When I was born, segregation was still
the law of the land in parts of America, and my father's Kenya was
still a colony. When you were born, a school like this would have been
impossible, and the Internet was only known to a privileged few.
You get to decide what comes next. You get to choose where change
will take us, because the future does not belong to those who gather
armies on a field of battle or bury missiles in the ground; the future
belongs to young people with an education and the imagination to
create. That is the source of power in this century. And given all that
has happened in your two decades on Earth, just imagine what you can
create in the years to come.
Every country charts its own course. Russia has cut its way through
time like a mighty river through a canyon, leaving an indelible mark on
human history as it goes. As you move this story forward, look to the
future that can be built if we refuse to be burdened by the old
obstacles and old suspicions; look to the future that can be built if
we partner on behalf of the aspirations we hold in common. Together, we
can build a world where people are protected, prosperity is enlarged,
and our power truly serves progress. And it is all in your hands. Good
luck to all of you. Thank you very much. (Applause.)
Kommentare
Mo, 06.09.2010 22:18
I'm proud of him, he is the be st..I stand fully behind him
Fr, 28.05.2010 18:39
Historischer Umbau? Du hast sc hon mitbekommen, dass von den ursprünglichen Plänen nicht vi el übrig geblieben ist u [...]
So, 14.02.2010 12:48
Herzlichen Dank für die Überse tzung. Auch wenn ich gewusst h ätte, dass es später eine Über setzung geben würde, ich [...]
Mi, 20.01.2010 00:29
Eine Einordnung, die Ihrer ähn elt, hat der großartige Robert Misik in seinem Videocast für den Standard abgegeben. [...]
Di, 05.01.2010 18:06
super gemacht.I like it.sehr d eutlich und gut zusammengefass t.