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Montag, 3. November 2008Obama gegen McCain - wie steht's?Kommentare
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In der Tat war wohl davon auszugehen, dass nach dem Parteitag der Abwärtstrend von Obama/Biden gestoppt wird und zunächst ein Ansteig zu verzeichnen ist. Allerdings hat es mich doch überrascht, dass es sich so stark auswirkt, nachdem McCain Sarah Palin als running mate benannt hat. Wie sind eigentlich die Prognosen für das Ende des rep. Parteitages? Auch zunächst ein Ansteig in den Umfragewerten?
Wie soll es denn einen Bounce geben, wenn die Kandidaten schon im Vorfeld so im Mittelpunkt der Öffentlichkeit standen und von den unentschiedenen Wählern nicht mehr viel verteilt werden kann.
Das sind zwar unentschiedene Wähler, doch auch diese teilen sich in solche auf, die entweder die Demokraten oder Republikaner präferieren. Schon Wochen zuvor, war die Summe an unentschiedenen Wählern erreicht, die sich bis zur Wahl erhalten wird. Dieser beschissene Halbwahrheiten-Journalismus verleumdet nämlich ... erstens, dass im Vorfeld früherer Parteitage, die Präsidentschaftskandidaten nicht dermaßen im Mittelpunkt gestanden haben; zweitens, die Summe der unentschiedenen Wähler ungefähr die doppelte Summe betraf. Wenn es viele unentschiedene Wähler gibt und ein Bill Clinton (1992) vor dem Parteitag bei 30% liegt, dann ist es doch logisch, dass die vielen zu den Demokraten tendierenden unentschiedenen Wähler nach dem Parteitag einen Bounce für Clinton auslösen.
Ich finde die Berichterstattung der meisten Medien langsam extrem nervig und lächerlich. Ich lese mir jeden Tag die News zum Wahlkampf durch und lese dan ab und zu: So und jetzt ist es passiert, nach NEUESTEN Umfragen liegt Obama kopf an kopf mit Mccain. Vollkommender blödsinn, in einer Umfrage liegt dan Mccain Kopf an Kopf mit Obama, in 4 anderen nicht.
Ich versteh auch überhaupt nicht wozu man Landesweite Umfragen erhebt, die sind völlig bedeutungslos. Nur die Umfragen in den Einzelnen Bundesstaaten sind relevant, und da führt Obama Wahlmännertechnisch schon seit beginn des Wahlkampfes mit Mccain dauerhaft.
So ganz würde ich die landesweiten Umfragen nicht abtun. Sie zeigen den kurzfristigen Trend an, reagieren also relativ unmittelbar auf Ereignisse wie etwas die Verschärfung der Weltlage durch den Russland/Georgien-Konflikt oder die Ernennung von Sarah Palin. Bis sich soetwas auf die Umfragen in den Bundesstaaten durchschlägt dauert es etwas, vielleicht ist dann der Effekt sogar schon wieder verraucht. Aber dennoch: wenn McCain dauerhaft in den landesweiten Umfragen führen würde kann es Obama auch nur noch sehr schwer gelingen, die Mehrheit der Wahlmänner zu bekommen.
Ich meinte damit auch eher, das die Medien in ihrer Berichterstattung fast ausschließlich auf diese Landesweiten Umfragen. Die Berichterstattung ist generell sehr einseitig, wenn ich etwas von Swing States höre, dan meistens von Florida,Ohio und Pennsylvania. Sicher sie liefern die meisten Wahlmänner, nur führt das ganze dazu, das nur wenige Leute überhaupt einen gesamtüberblick über die Wahl haben. Die Berichterstattung könnte besser sein.
Stimmt, hier finden sich eine ganze Reihe Swing States: https://www.uswahl2008.de/index.php?/pages/swingstates.html
Was passiert eigentlich, wenn keine Seite am Wahlabend die 270 Wahlmänner erreicht - wenn also die Wahl 269:269 ausgeht? Ich habe dazu noch keinen deutschsprachigen Artikel im Netz gefunden. Hier http://www.huffingtonpost.com/chris-weigant/the-269-269-electoral-tie_b_106637.html gibt es eine englischsprachigen Artikel dazu, aber es wäre schön, das mal "kurz und knapp" in Deutsch zu lesen.
Eigentlich ziemlich unwahrscheinlich, aber dennoch ein Gedankenspiel wert. Wenn es im Electoral College ein Patt gibt geht die Entscheidung über den Präsidenten ins Abgeordnetenhaus, allerdings in der neuen Zusammensetzung nach der Wahl am 4.11.
Und dort wird dann ausnahmsweise nicht nach der Stimmenzahl der Abgeordneten gezählt, sondern nach Ländern. Also ähnlich wie bei uns im Bundesrat: Jeder Bundesstaat hat nur eine Stimme. Die Abgeordneten aller Staaten treffen sich und stimmen intern ab, für welchen Kandidaten sie sind - und geben im Abgeordnetenhaus dann später eine Stimme ab. Gibt es in einem Staat ein Patt, wird dieser nicht gewertet. Wie geht das ganze aus? Da nach allen Vorhersagen die Demokraten das nächste Abgeordnetenhaus dominieren dürfte sich auch eine Mehrheit der Staaten für Barack Obama aussprechen. Aber wer weiß. Und wenn ich mich richtig erinnere an die Debatte bei der Wahl 2000 ist es auch denkbar, dass die Wahl im Abgeordnetenhaus ebenfalls ein Patt ergibt - dann entscheidet der Vizepräsident mit seiner Stimme. Dick Cheney, halte Dich bereit.
Die Wirtschaftskrise scheint Obama zu helfen.
Auserodentlich bedenklich für Mccain ist auch das Obama jetzt das allererste mal in North Carolina vorne liegt. Einem in sonstigen Wahlen eindeutigen rotem Staat. Gleichzeitig baut er seinen Vorsprung in PE,MI,CO ect weiter aus und scheint auch in Virginia immer bessere Chancen zu haben.
So wie es aussieht wird es, gesetz dem Fall, der Trend hält an, nicht einmal an einem einzigen Staat hängen bleiben, ob Obama als Sieger hier hervorgeht.
Mit Colorado und New Mexiko hat er nach diversen Umfragen schon recht sichere "Pick Ups", auf "nur Ohio oder andere Swing Staates wird es wie vor 4 Jahren wohl nicht ankommen. Wenn Obama es zudem noch schafft eigentlich sicher geglaubte "rote" Staaten lange offen zu halten, hat er beste Voraussetzungen für die Wahl. Die Bedingungen sind für ihn zum jetzigen Zeitpunkt bedeutend besser als bei John Kerry vor 4 Jahren.
GIBT ES UNTERSCHIEDLICHE ZAHLEN?
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE49P06F20081026 http://www.welt.de/politik/article2631241/John-McCain-schoepft-neue-Hoffnung.html - Nur 2 Artikel von mehreren, in denen so gar nicht die Rede davon ist, dass Obama seinen Vorsprung ausbaut. Überhaupt die Medien: Palins Outfit-Rechnungen sollen Punkte kosten und Obama hier, Looser McCain dort... - ich frage mich im Moment, ob... ... einige Umfragen bloß die Fallhöhe und möglichst große Überraschung bei einem McCain-Sieg herbeischreiben wollen. ... gerade bei europäischen Medien und Journalisten der Wunsch doch öfters Vater der Beurteilung ist. Wie kommt es zu so unterschiedlichen Berichten? Im Moment glaube ich nur mit zunehmender Dauer eines: wenn in China ein Republikanischer US-Tourist hustet, kann das Obama die Wahl kosten oder ihm einen Erdrutschsieg bescheren...
Klar, es gibt soviele verschiedene Zahlen wie Umfragen. Reuters macht zum Beispiel mit Zogby eine eigene Umfrage, die oft ziemlich weit aus dem allgemeinen Trend fällt. Und natürlich müssen die Medien jeden Tag etwas neues Berichten. "Obama gewinnt" ist schon langweilig geworden, also kann man sich mal ein paar andere Umfragen nehmen. Aber dabei geht es immer um den landesweiten Trend, der über das Wahlergebnis am Ende wenig aussagen wird. Mehr dazu in dem neuen Beitag: "Das Rennen ist gelaufen". Aber auch das ist nur eine Prognose, ...
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Kommentare
Fr, 17.08.2012 16:37
Ich hätte einen Kommentar zur Übersetzung von "...and a king who took us to the mountainto p and pointed the way to [...]
So, 10.06.2012 15:01
Was ist denn so schlimm daran, dass ein Hauptschüler die Red e übersetzen könnte? Das heißt doch noch lange nicht, [...]
Mi, 14.03.2012 18:47
könnte mir bitte jemand den un terschied zwischen delegierten und den wahlmännern erklähren BITTE
Sa, 21.01.2012 18:11
Die Zeile "a president who cho se the moon as our new frontie r," Heißt nicht "des Präsiden ten, der den Mond als un [...]
Fr, 24.06.2011 01:31
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